Retriever-Basis-Prüfung 4

25. Juni 2006 -  Wien Donaustadt, LG-Ost

 

GUT - Rang 1

(86 von 100 Punkten)

 

  

 

Richter: Franz Klampfer

 

Als wir beim Walk Up an der Reihe waren ist der Hund neben uns eingesprungen, somit musste die Aufgabe wiederholt werden.

Beim Einweisen war das rückwärts liegende Dummy zu holen, wo wir 10 Punkte verloren haben.

Diese Übung kostete jedem Hund die meisten Punkte. Apportieren aus tiefem Gewässer wurde leider nicht geprüft.

 

Es sind 3 Hunde angetreten, davon konnte einer die Prüfung nicht bestehen.

 

 

Prüfungsordnung

Retriever-Basis-Prüfung 4

 

Übung 1 : Walk 20 Punkte
Übung 2 : Apportieren/Double Mark - 20 Punkte
Übung 3 : Absetzen mit Einweisen 20 Punkte
Übung 4 : Voransenden mit Ablenkung 20 Punkte
Übung 5 : Standruhe 20 Punkte
Gesamt: 100 Punkte

Bewertung: vorzüglich (95-100 Pkt.) sehr gut (88-94 Pkt.) gut (80-87 Pkt.) bestanden (70-79 Pkt.)

 

Allgemeine Bestimmungen:

Der Richter oder der PL gibt die Anweisungen für alle Übungen. Ein kurzes Lob ist nach jeder beendeten Übung erlaubt. Ein Sichtzeichen ist eine Handbewegung, ohne den Hund dabei zu berühren. Für das Herankommen kann zusätzlich ein Kommando mit der Pfeife verwendet werden.  In der Grundstellung sitzt der Hund an der linken Seite des Hundeführers. Jede Übung beginnt und endet in der Grundstellung.

 

Die Prüfungsteilnehmer treten in Gruppen von mindestens 2 bis maximal 4 Startern an, wobei innerhalb der Gruppe die Startreihenfolge ausgelost wird. Jede Übung beginnt mit der Startnummer 1 bis 4. Die wartendenden Starter haben in einem vom Richter festgelegten Bereich zu warten, wobei sich die Starter und die Hunde ruhig zu verhalten haben. Unruhe starkes Winseln und/oder Bellen führt zum Prüfungsausschluss.

 

1)  Walk up

Zwei oder drei HF gehen mit ihren abgeleinten Hunden in einer Linie nebeneinander im langsamen Schritt gerade aus.

Nach jeweils ca. 15 Schritten wird in einer Entfernung von ca. 30 Schritten vor der Gruppe jeweils ein Dummy mit Geräusch (z.B. Brrrrrr) geworfen, wobei die HF unverzüglich mit ihren Hunden anzuhalten  haben. Auf ein Zeichen des Richters haben die Hunde nach ihrer Startnummer 1 bis 3 zu apportieren. Die Übung ist beendet wenn all Hunde apportiert haben und sich wieder in Grundstellung befinden.

 

2) Apportieren / Doublemark

Der Hund sitzt abgeleint in Grundstellung. In einer Entfernung von ca. 50 Schritten wird mit Geräusch das erste Dummy leicht schräg vom Hundeführer aus gesehen geworfen. Das zweite Dummy wird leicht schräg vom Hundeführer aus gesehen auf der anderen Seite in einer Entfernung von ca. 30 Schritten geworfen. Auf ein Zeichen des Richters hat der Hund zuerst das  erstgeworfenen und dann das zweitgeworfene Dummy zu apportieren.

 

3) Absitzen und Einweisen

Der Hund wird nach einigen Schritten abgesetzt, der Hundeführer entfernt sich ca. 20 Schritte vom Hund, bleibt stehen und dreht sich zu seinem sitzenden Hund um. Ein Helfer legt in einer Entfernung von jeweils ca. 15 Schritten links und rechts seitlich vom Hund, sowie hinter dem Hund ein Dummy ab. Auf Weisung des Richters hat der Hundeführer mittels Hand- und/oder Hörzeichen den Hund zum Apportieren des vom Richter bestimmten Dummys aufzufordern. Der Hund hat unverzüglich zu apportieren. Nach der Abgabe setzt der Hundeführer seinen Hund ab und holt die beiden restlichen abgelegten Dummys, die dem Richter zu übergeben sind. Anschließend geht er zurück zu seinem abgesetzten Hund.

Das vom Richter bestimmte Dummy muss für alle Hunde gleich sein und wird vor Beginn der Prüfung gemeinsam mit dem Prüfungsleiter ausgelost.

  

4) Voransenden mit Ablenkung

Bei einem mittels Stock markierten Punkt wird ein Dummy für den Hund nicht sichtbar, ca. 50 Schritte vom Ausgangspunkt entfernt, abgelegt. Während der Hund abgeleint in Grundstellung sitzt, wird seitlich vom Hund in einer Entfernung von ca. 15 - 20 Schritten mit Geräusch ein Dummy geworfen. Der Hund wird in gerader Linie Voran geschickt, wobei er das Dummy rasch auffinden und unverzüglich zu apportieren hat. Erreicht der Hund den Bereich des  Dummys, so darf der HF mit Hör- und/oder Pfeifzeichen zusätzliche Kommandos geben. Das Ablenkungsdummy darf nicht apportiert werden.

 

5) Standruhe

Die gesamte Startergruppe steht mit ihren abgeleinten Hunden (seitlicher Abstand zwischen den Hundeführern mindestens 2 m) in einer Linie. Nach ca. 1 Minute fällt ein Schuss (6mm Schreckschuss), anschließend werden mit Geräuschen mindestens 2 Dummys je Hund in Richtung Hunde geworfen (die Werfer stehen ca. 15 - 20 Schritte vor den Hundeführern), anschließend fällt ein weiterer Schuss. Nach einer kurzer Pause werden die Hunde angeleint. Die Hundeführer und die Hunde haben sich während dieser Übung ruhig zu verhalten. Hunde die angeleint sind, können maximal die Hälfte der vorgesehenen Punkte erreichen.

 

6) Bringen aus tiefem Wasser  (diese Übung kann geprüft werden, wobei auf der Leistungsurkunde/Leistungsheft) zu vermerken ist, ob die Wasserarbeit geprüft wurde oder nicht)

Der Hundeführer steht mit seinem abgeleinten Hund in Grundstellung in einem vom Richter festgelegten Abstand zum Wasser. Mit Geräusch wird ein Dummy von einem Helfer ins Wasser geworfen. Auf ein Zeichen des Richters hat der Hund das Dummy rasch in die Hand des Hundeführers zu apportieren, vorheriges Schütteln ist punktemindernd.

 

Das Bestehen der Prüfung berechtigt den Teilnehmer nicht, bei internationalen, nationalen und ÖRC-Ausstellungen den Hund in der Gebrauchshundeklasse zu melden und hat auch keinen Einfluss auf die Zuchtzulassung.

 

Quelle: Retrieverclub ÖRC

 

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